Diyanilla Technical Institute
Dieser Eintrag wurde geschrieben 1 Januar, 2011 am Projekte und als , , , getaggt.

Daten & Fakten

–  Sri Lanka, Nuwara Eliya
–  Start 2011 bis heute
–  Jahresbudget = Fördersumme
–  Projektpartner in Sri Lanka: Help for the Children, Leiter Rangit Gunasekera

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Historie

Die Ursprünge liegen einige Jahrzehnte zurück. Der Journalist Walter Keller strandete damals mit seinem VW-Bus im Hochland Sri Lankas. Aus der spontanen Hilfsbereitschaft der Bewohner wurde eine Freundschaft. Aus dem kurzen, ungeplanten Besuch eine siebenjährige Heimat für Walter Keller & Co. In dieser Zeit entstand gemeinsam mit lokalen Freiwilligen das Bildungszentrum DTI. Jahrelang konnte das Projekt mit privaten Spendern am Leben gehalten werden. Doch zuletzt versiegten die Quellen – und das Projekt stand vor dem Aus.

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Politischer & Gesellschaftlicher Kontext

Die klimatischen Bedingungen in Sri Lanka sind optimal für den Tee-Anbau, womit das Land der weltweit zweitgrößte Tee Exporteur nach Kenia ist.

Tee wird auf weiten Großplantagen angebaut, auf denen viele der beschäftigten Teepflücker nicht nur arbeiten, sondern häufig auch wohnen. Das macht sie abhängig von den Plantagenbesitzern. Vor allem was ihre Grundbedürfnisse wie Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, aber auch Schulbildung angeht. Oft bleibt den Beschäftigten und ihren Familien keine Möglichkeit, dem Abhängigkeitsverhältnis zu entfliehen.

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Ziele

Mit Hilfe der Gelder des LemonAid & ChariTea e.V. hat der damalige Mitbegründer (und Pannenhelfer) Rangit Gunasekera das DTI nun in 2011 wiederbelebt. Umgeben von Teeplantagen hat sich das Projekt der Aufgabe verschrieben, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Alternative zur Teebranche zu bieten. Sie können Kurse in Schneidern, Schreinern, Maurern, Elektro- und KFZ-Technik besuchen und so den Grundstein für ein Leben abseits des Teeanbaus legen.

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Status

Was das Projekt besonders macht, sind die unterschiedlichen Kulturen, die aufeinander treffen: Singhalesen und Tamilen lernen und leben gemeinsam. Der alte Konflikt zwischen beiden Volksgruppen beruht zumindest auch auf Verständigungsproblemen – sie sprechen nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern haben sogar eine andere Schrift. Ganz bewusst sind die Klassen und Wohntrakte beim DTI deshalb gemischt. Das Erlernen der jeweils fremden Sprache als Unterrichtsfach hilft außerdem, das Verhältnis zu lockern und Singhalesen und Tamilen zusammen zu führen.
Im Jahr 2012 wurde ein neuer Schwerpunkt mit dem Computerunterricht eingeführt. Trotzdem gibt es weiterhin viel Aufklärungsarbeit zu leisten um die Abhängigkeit von den Plantagenbesitzern zu verringern.

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